Beispielmagazin 02
17 THEMA ten. Ich habemich regelmäßig dabei ertappt, ge- nau dieses Design immer wieder aufzurufen. Undwas denken Sie heute, wenn Sie auf die fertigen Fahrzeuge schauen? Ich denke einfach jedesMal: »Mega!« Gut, dasswir uns dafür entschieden haben. Das sindwir –die Feuerwehr Essen. Wiemussman sich so eine Designentwick- lung vorstellen? Sie haben uns ja nicht ein- fach die Fahrzeuge auf den Hof gestellt und ge- sagt: „Macht mal“. Wie fängt so etwas an? Als Erstes gehörte einwenig Überzeugungsarbeit dazu. Wir stellten fest, die Feuerwehr Essen befindet sich imWandel und diesenWandel soll man auch erken- nen. Wir wollten in erster Linie Sicherheit – zeitgleich aber auch ein Corporate Design. Es sollte eine Marke mit einemunverwechselbaren Charakter entstehen. Es folgten Ausschreibungen und der Zuschlag für die Firma design112. Nach den ersten Telefonaten erfolg- te einMeeting in Präsenz, bei denen uns schon eini- ge grobe Designvorschlägemitgebracht wurden. Auf der Basis der Rückmeldungen von diesemTreffen habenwir dann die ersten Entwürfe entwickelt. Die gingen dann in einenmehrstufigen Abstimmungs- prozess. Wissen Sie nochwie viele Termine das waren? In Präsenz waren es zwei Termine hier bei uns in Es- sen und zwei Termine via Videokonferenz. Dazwischen gab es immer auch noch viele Telefonate und E-Mails. Undwie liefen diese Termine ab? Beimersten Treffenwurden schon eini- ge Varianten vorgestellt. Danach hatten Sie schon einen ungefähren Fahrplan, inwelche Richtung das Designweiter entwickelt werdenmuss. Bei den anschließenden Terminenwurden die Anmer- kungen, die in der Zwischenzeit aus der Projektgruppe kamen, vorgestellt. Bei den Terminenwurdenweitere Ideen entwickelt und auch festgestellt, was nicht so ein- fach umzusetzen ist. ZumSchluss wurde sich zwischen zwei Designs entschieden. Das Ergebnis ist ja bekannt. Gab es auf diesemWeg irgendwann einmal ei- nen Punkt, an demSie Zweifel hatten? Nein, den Punkt gab es während des gesamten Projektes nicht ein einziges Mal! Inzwischen findet das Design längst nicht nur auf den Fahrzeugen Anwendung. Es findet sich auf Blöcken, Kaffeetassen und PowerPoint-Präsentationen. Und ein ganzer Bergweiterer Anwendungen ist angedacht. Wie kames dazu, dass aus einemFuhrparkdesign plötz- lich die eine ganze Corporate Identity erwuchs? Wie gesagt wandelt sich die Feuerwehr Essen gerade – und auchwenn es sich dabei umein Dekadenprojekt handelt, trägt das Design der Fahrzeuge den damit ver- bundenen Anspruch an uns selbst als die Feuerwehr der Ruhrmetropole wirklich sehr gut nach außen. Da ist es nur konsequent, es auch in anderen Bereichen einzusetzen. Auch die öffentliche Sicht ist also so, wie Sie sich das gewünscht haben?Wir kennen natür- lich die ersten Reaktionen aus den sozialenMe- dien auf die Vorstellung der Fahrzeuge, aber kommt das Design bei denMenschen vor Ort gut an? Also da könnenwir nur sagen: »Das Design hat ein- geschlagen« uns erreicht sehr viel positives Feedback. Nicht nur aus Essen übrigens, sondernweltweit er- reichten uns Glückwünsche zu demneuen Design! Auch unsere Stadtspitze ist mit demneuen Auftre- ten zufrieden, dasmacht uns natürlich sehr stolz. Fangfrage zumSchluss: Wiewar/ist die Zusammenarbeit mit uns? So, wieman sich eine gute und konstruktive Zusammenarbeit wünschenwürde. Sehr unkompliziert und sehr effizient. Herr Riße, wir danken für dieses Gespräch. | Fuhrpark-Design Essen
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